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(C) Foto Pertsch "Bild leicht verfälscht" Start
(un)ordnung
  

Kurz vor dem Start des Marathon entledigen sich  viele Läufer Ihrer Garderobe die sie zum Schutz vor Kälte und Nässe übergezogen hatten.



Meine  Marathonläufe


Foto PertschEndbeschleuniger - Mein neuer Blog - einfach einmal reinsehen oder reinschreiben



(C) Foto Pertsch Wahrscheinlich muß ich mich damit abfinden die 4 Stundengrenze nicht mehr zu knacken. Mit 4:11 Minuten überquerte ich die Ziellinie in Luzern. Bei Kilometer 25 spürte ich bereits, dass ich meine ergeizigen Vorgaben von 3:50 Stunden nicht erreichen kann. Nachdem mir auch gewisse "Altersschmerzen" immer mehr zusetzten lief ich den Rest der Strecke ohne Zeitdruck weiter. Weiterer Bericht und Fotos hier.



Ich liebe eher die nächtlichen Cityläufe im Winter.

Es ist ein Hochgenuss, wenn mir der kalte Nordwind das Gesicht in Falten legt, das Gehirn auf ein Minimum abschaltet, und ein Nachdenken über den Sinn des Laufes nicht mehr stattfindet.
Das Spritzen des Schneematsches bis zur Kniehöhe durch die vorbeifahrenden Autos empfinde ich als Vorstufe eines warmen Bades das ich nach dem Lauf einnehmen werde.
Das Blenden der Autoscheinwerfer bringen mich in ein ganz anders Licht. Wie auf einer Bühne angestrahlt zu werden war für mich schon als Kind ein Traum. Mit einem Lächeln im Blick stolpere ich so des Weges dahin. 
Glitzernde, nicht gestreute Gehsteige sind  das ideale Training für Auge und Geschicklichkeit.

Dankbarkeit erfüllt mich für die Möglichkeiten dieser Laufformen.

Auch das Miteinander der Menschen ist gerade in den Abendstunden vorbildlich. Weit und breit ist kein Streit in Sicht. Man geht sich aus dem Weg, die Mischung zwischen Verständnis und Rücksichtslosigkeit  ist perfekt aufgeteilt. 
Eine einzige Ausnahme bilden unsere vierbeinigen Freunde. Mitleidvoll ihr Blick und wahrscheinlich auch ihre Gedanken „Bei diesem Wetter schickt man ja nicht einmal einen Hund raus!“ 

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(C)Foto Pertsch "Karina Pertsch"Wer immer wieder läuft, steigert seine Lebenserwartung und bleibt auch wesentlich länger fit als unsportliche Altersgenossen. Dies zeigt eine Langzeitstudie aus den USA, bei der knapp 1000 ältere Probanden über 21 Jahre lang beobachtet wurden.

Gut die Hälfte der Teilnehmer lief regelmäßig, die anderen trieben keinen Sport. Die joggenden Senioren, die heute zum Teil über 80 Jahre alt sind, berichten unter anderem über bessere Fähigkeiten von einem Stuhl aufzustehen und zu gehen, ihren Haushalt zu führen oder Gegenstände sicher zu greifen.

Zu Beginn der Studie 1984 waren die Teilnehmer im Schnitt Anfang 50. 538 von ihnen joggten regelmäßig etwa vier Stunden pro Woche, die übrigen 423 Teilnehmer trieben keinen Sport. Im Studienverlauf starben 34 Prozent der unsportlichen Teilnehmer aber nur 15 Prozent der Läufer. Und nicht nur das, die sportlichen Senioren blieben auch länger fit. So berichteten sie durchschnittlich 16 Jahre später über Zipperlein und körperliche Beeinträchtigungen als die unsportlichen Teilnehmer.

 (aus t-online Lifestyle)

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Auch wenn man es nach außen nicht gerne zugibt, der Zahn der Zeit arbeitet unweigerlich auch gegen die jungen Senioren.  Ein sportlich aktiver Mensch kann aber dem Rost oft doch noch ein Schnippchen schlagen. Treten Sie doch einmal gegen einen  Bewegungsmuffel der 20 Jahre jünger ist, beim Treppensteigen an. Ich wette Sie wissen, wem zuerst die Puste ausgeht.  Auch kleine Siege kann man groß ausleben. Viele Tipps für fitte Senioren finden Sie  hier.

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Buchtipp fürs ganze  Jahr 

Soeben ist von Frank Astor ein „Ratgeber“ erschienen. Es trägt den Titel "20 Methoden, sein Leben zu verplempern". Das Werk ist als satirischer Selbsthilferatgeber angelegt, enthält 25 Cartoons sowie eine CD mit 10 Songs zum Thema.
Erfrischend  witzig, oft absolut zutreffend und einfach frei Schnauze wie das Leben spielt.

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Emotionen am Berg

(C) Foto Pertsch "Ab KM41 geht es abwärts"Die letzten Meter vor dem Ziel werden zum großen Tränenlauf. Am höchsten Punkt des Marathons auf 2200 Metern Höhe, ist der Klang des legendären Dudelsackspielers die herrlichste Musik der Welt. Noch 1000 Meter trennen die Läufer vom Ziel auf der Kleinen Scheideck. 
Butterweich werden die „härtesten“ Männer  hier gleich ankommen, denn bei nahezu allen Läufern liegen Nerven und Seele  blank. Auch ich kann mich schon einige Meter vor dem Zielstrich  meiner Tränen nicht mehr erwehren. Die Härte der letzten Kilometer hat mich völlig aufgewühlt. Wildfremde Menschen liegen sich in den Armen und lassen hemmungslos ihren Emotionen freien Lauf.
Ein ganzer Läufervolk liegt entweder vor Freude oder gewaltiger Demut in Tränen !
Hier oben am Berg sind nach 42 Kilometer alle gleich, egal ob ihr Lauf drei, fünf oder sechs Stunden gedauert hat. Jeder ist kaputt und trotzdem überglücklich. Für mich ist der Traum vieler Marathonläufer in Erfüllung gegangen einmal das Finishertrikot  des Jungfraumarathons überzustreifen zu dürfen.

Vergessen sind jetzt die  unmenschlichen Qualen der steilen Anstiege in der prallen Mittagssonne. Keiner denkt mehr an die ausgebrannte Kehle die sich immer schwerer tat  noch Flüssigkeiten aufzunehmen. Lächelnd betrachtet man jetzt seinen Selbstzweifel als auf den letzten Kilometern beide Waden den Aufstand probten, und der Magen lautstarke Protestrufe ausstieß. Jetzt steht man oben, ganz Oben. Was für ein Erlebnis!
Später am Abend beim Bankett lausche ich „alten“ Berghasen wie sie über die tiefen Spuren sprechen, die Erlebnisläufe dieser Art hinterlassen. Sie lachen über Kleinkriege die viele Familien zu ihrem Lebensinhalt machen und haben für manche anderen „wichtigen“ Nebensächlichkeiten nur noch ein müdes Lächeln übrig.
Ich höre dabei aber keine Überheblichkeit heraus, sondern gesundes Selbstbewusstsein das wahrscheinlich aus der Kraft erwachsen ist, Unmögliches möglich zu machen. Und in manchen Sätzen fällt es mir gar nicht schwer mich selbst darin wieder zu finden. 
Viele, wie auch ich, brauchen Tage oder sogar Wochen den Film des Laufes richtig zu ordnen. Immer wieder kommen vergessene oder verdrängte Details hinzu, die sich nun erst langsam zu einem großen Puzzle zusammenfügen.
Der Ruf des Berges war gewaltig. Er wird mich irgendwann wieder einholen.

Bericht und Bilder vom Lauf

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(C) Foto Pertsch "auf dem Weg zum Gipfel"Das 1.Große Jahresziel, der Zugspitz-Extremberglauf,  ist geschafft.
Seit ich zum ersten Mal einen Bericht über diesen Lauf gelesen hatte, ging mir der Traum hier einmal mitzulaufen nicht mehr aus dem Kopf. Mit Herzklopfen wartete ich im Januar auf die Bestätigung des Veranstalters. Und ein paar Monate später war es dann wirklich soweit. Ich stand am Fuße der Zugspitze. Zum ersten Mal bei einem Lauf war für mich die Zeit zweitrangig. Zu extrem und aufregend ist dieses Abenteuer gewesen um es in verlorenen Sekunden oder Minuten zu messen. Lesen Sie hier, was ich wärend meiner 3:45 Stunden erlebt und empfunden habe.  Text und Bilder




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(C)Foto Pertsch LuxemburgAn einem der letzen Spätsommertage im September 2003 stieß ich beim lesen einer Illustrierten auf einen Bericht in dem die Leiden und Freuden eines Marathoneinsteigers beschrieben waren.

„Das wär`s“, rief ich entzückt auf, hatte ich am Nachmittag doch zum ersten Mal vier Kilometer an einem Stück gelaufen. Aus der fixen Idee wurde bereits im April 2004 Wahrheit.

Viele Kilometer liegen seither hinter mir. Ich habe viel Freude dabei  gehabt, habe gelitten und auch viele Lehren gezogen. Auf langen, einsamen  Wegen gewinn man Dinge zurück die im hektischen Alltag auf die Seite geschoben  werden, wie  Respekt vor Leistung Anderer, Ehrlichkeit vor sich selber, Geduld und Beharrlichkeit, Achtung vor der Schönheit der Natur oder den Blick in die mächtigen Gewalten des eigenen Körpers.

„Nichts ohne meine Familie,“ ist aber der wichtigste Kernsatz des Ganzen. Unterstützung heißt hierbei nicht zwangsläufig  mitlaufen sondern „mittragen“, „mitdenken“, „mitleiden“, „mitfreuen“ oder „mitleben.“ 
Es lohnt sich aus der Bequemlichkeit des Sessels aufzustehen und die Schönheiten der Natur live zu erleben . Auch jenseits von Marathon ist die Welt ein Abenteuer in allen Farben und Schattierungen. Man muß sie nur mit den richtigen Augen sehen.

 

(C) Foto Pertsch Volkslauf PirmasensDer Startschuß ist wie eine Befreiung. Jetzt gilts. In den nächsten Stunden wird sich zeigen wie gut die Vorbereitung war, wie der Körper mit der Herausforderung zurechtkommt. Hochspannung bis zum letzten Kilometer, denn erst dort entscheidet sich, ob sich die vielen Trainingsstrapazien auch gelont haben. 


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(C) Foto Pertsch "Einzelkämpfer"


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